Unsere Pädagogische Arbeit

Wir sehen das Kind als ein aktives Wesen, dessen Eigenaktivitäten einen hohen Stellenwert haben.

Die heilpädagogische Sichtweise
Unsere Zielsetzungen sind entsprechend unseres Bildes vom Kind ausgerichtet.
Deshalb bieten wir Erlebnisräume im Innen- und Außenbereich an, die die Bildungspotentiale des Kindes fördern und herausfordern. Wir setzen an den vorhandenen Fähigkeiten des Kindes an und bilden es weiter. Unsere Therapeuten richten ihre Aufmerksamkeit innerhalb ihrer Fachdisziplin auf den speziellen Förderbedarf des einzelnen Kindes.

Schwerpunkte unserer Arbeit

Aus den vielen Erfahrungs- und Förderbereichen, haben wir uns drei besondere Schwerpunkte für unsere Arbeit gesetzt.
Wahrnehmung
Kinder lernen über ihre Sinne. Eine gut funktionierende Wahrnehmung ist Voraussetzung für die Verarbeitung von Eindrücken, die das Kind sammelt. Die Möglichkeiten des kindlichen Lernens hängen von dieser Fähigkeit ab. Deshalb nutzen wir die Freude des Kindes am Einsatz seiner Sinne. Dafür schaffen wir die notwendigen räumlichen und materiellen Voraussetzungen, um Kindern eine lustvolle Auseinandersetzung mit ihren Sinnen zu ermöglichen
Bewegung
Bewegung ist eine grundlegende Voraussetzung für eine gelingende motorische und kognitive Entwicklung. Sie aktiviert Nervenbahnen, die wiederum das Gehirn stimulieren. Das Kind macht neue Erfahrungen und entwickelt neue Fähigkeiten. Wir bieten Kindern Raum für angeleitete und freie Bewegung.
Gesundheit
Die Ernährungserziehung ist ein fester Bestandteil unserer Gesundheitserziehung. Das in den Gruppen angebotene ausgewogene Frühstück gehört zum Alltag der Einrichtung und bietet Kindern die Möglichkeit, sich in einem gesundheitsfördernden Ernährungsverhalten zu üben. In dieser nachhaltigen Auseinandersetzung liegt die Chance zu einem Transfer in einen zukünftigen Lebensalltag.

Die nötigen Voraussetzungen für diese Erfahrungen finden die Kinder in Kreativbereichen, Wahrnehmungsräumen, Toberaum und Turnhalle, Bällchenbad, Sandspielbereichen, Rutschen, Schaukeln und vielem mehr.

Freispiel, Angebote oder Projekte?

Freispiel und Angebote stehen bei uns gleichrangig nebeneinander. Das Freispiel macht es den Kindern möglich, Lernräume und/oder –materialien für sich im eigenen Tempo und Interesse erfahrbar zu machen. Das Kind trifft für sich die Entscheidung, ob es dabei die Fähigkeiten anderer Kinder nutzt und diese einbezieht oder für sich alleine arbeitet.
Angebote können innerhalb der eigenen Gruppe laufen oder gruppenübergreifend durchgeführt werden. Die Arbeit in Kleingruppen oder in der Gesamtgruppe richtet sich nach den zu vermittelnden Inhalten.
Eine langfristigere Auseinandersetzung mit Themen und Inhalten findet in Projektarbeiten statt. Die Kinder haben so die Möglichkeit sich ein Thema über viele verschiedene Zugangswege und Arbeitstechniken erfahrbar zu machen.


Entwicklung der Kinder

Beobachtung
Die Zeit, in der Kinder die vorhandenen Möglichkeiten alleine erkunden, nutzen wir zu Beobachtungen. In einem Beobachtungsbogen, dem "Gelsenkirchener Entwicklungsbegleiter", dokumentieren wir mit Ihrem Einverständnis die Entwicklung Ihres Kindes. Halbjährlich wird die Entwicklung Ihres Kindes in den Bereichen kognitive Entwicklung, soziale Kompetenz, Fein- und Grobmotorik und Sprache, überprüft und festgehalten. Vorhandene Fähigkeiten können so aufgegriffen und weiterentwickelt, fehlende angebahnt werden.
Dokumentation
In einem Portfolio, dem individuellen Lerntagebuch eines Kindes, dokumentieren wir die Fortschritte, Kompetenzen und Stärken des Kindes. Das Kind arbeitet während der gesamten Kindergartenzeit an und mit diesem Portfolio.
Förderung
In speziell eingerichteten Gruppen wird die Entwicklung der Sprache gefördert. Die Kinder sollen Freude an der Sprache entwickeln, den Wortschatz ausbauen und Grundlagen in der Grammatik erfahren. Die Kinder sollen Sprache sicher anwenden können und damit eine gute Grundlage für den Start in die Schule erhalten. Wir arbeiten dabei mit Programmen wie „Con-Lab“ oder „Deutsch für den Schulstart“.

Die Eingewöhnungsphase für Eltern und Kind
Einer der ersten Kontakte entsteht beim Aufnahmegespräch. Dieses intensive Gespräch bietet den Rahmen, viele Informationen zur Einrichtung und allen pädagogischen und organisatorischen Möglichkeiten zu erhalten, aber auch um persönlich relevante Fragen zu klären.

In Abstimmung mit den Eltern erfolgt vor dem Aufnahmetag an vereinbarten Tagen eine altersgemäße Eingewöhnungsphase, unsere „Schnuppertermine“.

Ein Kennenlernmorgen, der ebenfalls vor der Aufnahme liegt, bringt „alte“ und „neue“ Eltern und Kinder und das Personal zusammen, um sich in einer gemütlichen Atmosphäre anzunähern.
Wir möchten, dass sie gut bei uns ankommen!

Die Gruppe
In unseren vier integrativen Gruppen werden jeweils 14 Kinder betreut. In einer familienähnlichen Altersstruktur können schon Kinder ab zwei Jahren wichtige soziale Kontakte anbahnen.

Zusammenarbeit mit Eltern
Da wir wissen, dass Sie an der Entwicklung Ihres Kindes interessiert sind, suchen wir die Zusammenarbeit mit Ihnen.
Wir haben hier viele Möglichkeiten gefunden:
Unsere Kinder laden in regelmäßigen Abständen zu einem Frühstück in die Gruppe ein. Der ungezwungene Austausch mit anderen Eltern und dem Personal und das Spiel mit dem eigenen Kind sind dann möglich.
Persönliche Gesprächstermine können jederzeit vereinbart werden.
Sie erhalten regelmäßige Informationsbriefe und am Anfang des Jahres eine Jahresplanung mit allen bereits feststehenden Terminen.
Wir besuchen Sie zu Hause, um Sie und Ihr Kind besser kennen zu lernen und um Ihrem Kind den Einstieg in den Kindergarten zu erleichtern.
Zweimal im Jahr bieten wir Elternsprechtage an. Die im "Entwicklungsbegleiter" festgehaltenen Beobachtungen sind dabei eine Grundlage des Gespräches.
Ihre Meinung ist uns wichtig, deshalb findet eine jährliche anonyme Befragung der Eltern durch unseren Fachbereich Kinder, Jugend und Familie statt. Sie können hier das Maß Ihrer Zufriedenheit, Wünsche und Vorstellungen zum Ausdruck bringen.
Natürlich gibt es auch Bastelaktionen, Feste und Ausflüge bei uns.
 
Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Wir arbeiten mit anderen Institutionen zusammen, um unseren Kindern den Weg ins Leben zu erleichtern.
Grundschulen, Förderschulen, Therapeuten, Ärzte, Krankenhäuser, Hilfsmittelversorger, Polizei, Feuerwehr und noch einige mehr gehören zu unseren Partnern.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Grundschulen finden z. B. jährliche Infoveranstaltungen für die Eltern der 4-jährigen Kinder statt.
In Zusammenarbeit mit den Förderschulen bieten wir eine Infoveranstaltung für die Eltern der 4-jährigen, integrativ betreuten Kinder an, um über die verschiedenen Förderschulen und ihre Möglichkeiten für das Kind zu informieren.