Unsere pädagogische Arbeit

Bewegung ist nicht alles – aber ohne Bewegung ist alles nichts!

Getreu diesem Motto hat sich unsere Tageseinrichtung in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Die Zertifizierung zum Bewegungskindergarten sowie zum Familienzentrum sind in der jüngsten Vergangenheit die Ergebnisse dieses ständigen beweglichen Prozesses.

Räumlichkeiten

Als Bewegungskindergarten bieten wir mit unserem bewegungsfreundlichen, multifunktionalen Raumkonzept, einem kindgerechten, ansprechendem Außengelände, entsprechenden (Spiel-) Materialien sowie einer kindorientierten Bewegungspädagogik, die Voraussetzung dafür, dass Kinder in Bewegung kommen und somit wesentliche Wahrnehmungs- und Bildungserfahrungen machen können (z.B. durch die Kletterwand, Bällebad, Spiegel, Trampolin, Schaukeln, Wippe, variable Podeste u.v.m.). In Kenntnis der Hausregeln ist es den Kindern jederzeit möglich alle Spielbereiche der Einrichtung zu nutzen (Turnraum, Außengelände, Flure etc.) um so dem individuellen Bewegungsdrang nachkommen zu können.

Darüber haben wir für Kurse und Beratungsangebote im Rahmen des Familienzentrums helle, freundliche und großzügige Räumlichkeiten zur Verfügung.

Schwerpunkte

  • Bewegungs- und Gesundheitsförderung (zertifizierter Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung)
  • Familienzentrum NRW
  • Gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder
  • Religiöse Bildung
  • Förderung der Identitätsbildung und der Entwicklung der Selbstständigkeit

Unser, durch die Zusatzausbildung „Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter“, speziell geschultes Personal unterstützt die Kinder durch die Schaffung von vielfältigen Bewegungsfreiräumen im Alltag sowie durch angeleitete Bewegungsangebote in der Entwicklung der motorischen, sozialen, kognitiven, kreativen als auch emotionalen Fähigkeiten. Wichtig ist uns dabei aber auch, den Kindern als Gegenpol ausreichende Möglichkeiten zur Entspannung zu bieten. So haben sie im gesamten Haus immer wieder die Möglichkeit sich Rückzugsnischen zu suchen oder werden durch entsprechende Angebote, wie z.B. dem autogenen Training oder Entspannung mit Massagebällen mit unterschiedlichen Entspannungstechniken vertraut gemacht

Der große Schwerpunkt, die Gesundheitsförderung, ist im Alltag der Einrichtung immer gegenwärtig. Das spiegelt sich auch in unserem Ernährungskonzept wider. Wir legen großen Wert auf gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Daher ist das Frühstück in allen Gruppen so organisiert, dass die Mitarbeiterinnen, gemeinsam mit den Kindern, für das Frühstück und einen nachmittäglichen Snack einkaufen und die Speisen täglich frisch in der Einrichtung zubereiten. Hierzu zahlen die Eltern, in Vereinbarung mit dem Elternrat einen entsprechenden monatlichen Beitrag.
Zur Mittagsverpflegung werden wir mit Tiefkühlkost beliefert. Die kindgerechten Speisepläne werden im Haus erstellt und die Speisen vitamin- und nährstoffschonend im Kombidampfofen gegart.

Entwicklung und  Bildung - Dokumentationsmethoden


In Form der sogenannten Bildungsdokumentation sammeln wir ALLES was die Bildung eines Kindes ausmacht (gemalte Bilder, Aussagen des Kindes, Beobachtungen durch die Erzieherin, Fotos, die Entwicklung widerspiegeln, etc.), um es dann am Ende der Kindergartenzeit Kind und Eltern „an die Hand zu geben“.  Darüber hinaus wird, mit Einverständnis der Eltern, der Gelsenkirchener Entwicklungsbegleiter geführt.

Sprache fördern

„Sprechen können, Sprache beherrschen“ ist für den Menschen die wesentliche Fähigkeit um mit anderen kommunizieren zu können. Daher kommt der Sprachförderung in unsere Einrichtung ein hoher Stellenwert zu und sie zieht sich durch sämtliche Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsbereiche. Durch die Vorbildfunktion, die die Mitarbeiterinnen innerhalb der Einrichtung den Kindern gegenüber einnehmen, bieten sie auch im Bereich der Sprachförderung Hilfe und Unterstützung. Unter Berücksichtigung lerntheoretischer Aspekte arbeiten wir zum Teil in festen Fördergruppen - stets mit den Stärken der Kinder, wiederholen und betonen z. B. richtige Aussprache und motivieren anhand unserer eigenen Sprechfreude zum Sprechen und zum experimentieren mit Sprache. Hierzu bedarf es jedoch nicht immer künstlich geschaffener Situationen, da der Alltag kontinuierlich Gelegenheit zum Sprechen und Kommunizieren bietet (z.B. Gesprächsrunden im Abschlusskreis, das sprachlich begleitete Lotto –oder Memoryspiel und, und, und...).
Die Sprachförderung in kontinuierlichen Fördergruppen gestaltet sich entsprechend dem Gekita-Sprachförderkonzept und beinhaltet die Programme:

  • „Kon-Lab“ (für vierjährige Kinder)
  • „Deutsch für den Schulstart“ (für Vorschulkinder)
  • „Griffbereit-Gruppe“ für Eltern mit Kindern von 1 – 3 Jahren

Miteinander der Kulturen

Unser Familienzentrum spiegelt mit seiner Belegungsstruktur in kultureller Hinsicht das bunte Bild des Ortsteiles Rotthausen wider. Kinder und Eltern unterschiedlichster Herkunftsländer finden sich unter einem Dach wieder und können so voneinander profitieren. Diese „bunte Mischung der Kulturen“ ist für Kinder, Eltern und Mitarbeiter Normalität und dementsprechend normal ist auch der zwischenmenschliche Umgang. Spezielle Angebote wie z. B. unser interkulturelles Elternfrühstück ermöglichen darüber hinaus etwas „mehr“ vom Gegenüber zu erfahren und bieten intensivere Kontaktpunkte für Eltern.

Religiöse Bildung

Kinder haben ein Recht auf Religion als Teil umfassender Bildung. Unser Familienzentrum beteiligt sich daher an dem Pilotprojekt „Religiöse Bildung in städt. Tageseinrichtungen für Kinder“ in Kooperation von GeKiTa mit der evangelischen Kirche. Hier handelt es sich um ein Angebot, in dem zum einen christlich, religiöse Themen und Inhalte zugänglich gemacht werden. Zum anderen finden aber auch alle anderen Weltreligionen Beachtung und werden Kindern und Familien durch entsprechende Informationen oder im Rahmen von Projekten erfahrbar gemacht.

Von Anfang an gut betreut

Bereits seit Eröffnung der Einrichtung im Jahr 1999 ist die Betreuung von Kindern ab vier Monaten für unsere Tageseinrichtung Standard. So blicken wir, was die besonderen Bedürfnisse von Kindern unter drei Jahren und deren Eltern betrifft, auf eine langjährige Erfahrung zurück. Unser Haus entspricht räumlich gesehen allen Anforderungen, die die U-3-Betreuung mit sich bringt, ist aber, da wir den Kindern eine möglichst authentische und alltagsnahe Umgebung bieten wollen, bewusst nicht überladen mit speziellen „U-3“-Möbeln und Spielmaterialien. Wickelkommoden, Schlafräume, bewegungsfreundliche Raumgestaltung, altersgemäße Spielmaterialien sind aber in den Gruppen selbstverständlich vorhanden.
Unser Konzept der altersgemischten Gruppen spiegelt einen familienähnlichen Charakter wider und ermöglicht allen Kindern voneinander zu lernen und soziale Fähigkeiten aufzubauen.
Darüber hinaus ist es uns ganz besonders wichtig für die Kinder eine zwischenmenschliche Atmosphäre zu schaffen in der sie sich angenommen- und wohlfühlen können und welche somit die bestmöglichen Voraussetzungen für eine unkomplizierte Entwicklung bietet.
Gerade bei den „ganz Kleinen“, die sich verbal noch nicht äußern können, liegt uns die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern sehr am Herzen, um auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder (Schlaf-, Ess- oder sonstige Gewohnheiten oder Bedürfnisse) entsprechend eingehen zu können.

Ein guter Start

Im Interesse der Kinder starten wir die ersten Wochen in der Tageseinrichtung, sofern die Berufstätigkeit der Eltern es zulässt, zunächst einmal mit einer Eingewöhnungsphase. Das bedeutet, die Kinder bleiben, nachdem sie mit Mutter oder Vater zum „schnuppern“ gemeinsam in der Gruppe waren bei den nächsten Besuchen nur über kurze Zeiträume (1 – 2 Stunden in individuelle Absprache mit den Eltern) alleine in der Gruppe. Je nachdem wie das Kind die Trennungssituation bewältigt, werden die Zeiten allmählich, bis zum gebuchten Stundenkontingent, erhöht. Dies geht bei dem einen Kind schneller und das andere braucht wiederum etwas länger um sich an den neuen Tagesablauf zu gewöhnen. Für die Kinder ist es dabei wichtig zu erfahren, dass Eltern und Erzieher an einem Strang ziehen. Dies erleichtert allen „Beteiligten“ den Start in den Kindergarten ungemein.

Eltern und Tageseinrichtung - Gemeinsam für die Kinder

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist Grundlage der pädagogischen Arbeit in unserer Tageseinrichtung für Kinder. Entsprechend der Bildungsvereinbarung streben wir eine „Elternpartnerschaft“ an. Im Mittelpunkt dieser Partnerschaft steht das gemeinsame Interesse an einer positiven Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit. Das Interesse, die Akzeptanz und die Mitarbeit der Eltern sind die wesentlichen Voraussetzungen für ein konstruktives Miteinander, das die Erziehung in familienergänzenden Sinn erst möglich macht. Die Zusammenarbeit basiert auf dem Grundgedanken, dass „Eltern die natürlichen Experten für ihr Kind“ sind.

Deshalb legen unsere Mitarbeiterinnen besonderen Wert auf:

  • ein intensives Aufnahmegespräch mit den Eltern
  • Kennlernnachmittage für neue Eltern
  • Eine altersgemäße Eingewöhnungsphase in Abstimmung mit den Eltern
  • Ein „durchschaubares“ Konzept der pädagogischen Arbeit (durch Elternnachmittage, das Angebot der Hospitation; o. ä.)
  • Entwicklung einer Vertrauensbasis


Die Erzieherinnen stehen das gesamte Kindergartenjahr für Gespräche über die Entwicklung und Erziehung der Kinder zur Verfügung. Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, um die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung noch besser fördern zu können. Das Verhalten der Kinder kann für das pädagogische Personal transparenter werden und es ermöglicht den Eltern einen anderen Blick auf ihr Kind. Zweimal im Jahr wird den Eltern ein Elternsprechtag angeboten, in dem die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes u. A. anhand des Entwicklungsbegleiters informiert werden.

Die einmal jährlich durchgeführte Elternbefragung gibt uns darüber hinaus Aufschluss über die Zufriedenheit der Eltern und das Ergebnis zeigt uns welche Bereiche im Alltag unsere Einrichtung eventuell noch stärker Beachtung finden sollten.

Gemeinsam im Stadtteil – Gemeinsam in Gelsenkirchen

Als Familienzentrum sind wir in besonderem Maße Netzwerkpartner im Stadtteil / in der Stadt. Unser Haus ist ein Haus für Kinder, aber auch ein wichtiger Ort für Familien. Es werden nachbarschaftliche Beziehungen und Partnerschaften zu anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen gepflegt. Dadurch können vorhandene Ressourcen genutzt und miteinander verknüpft werden. Die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen der Stadt Gelsenkirchen ist ebenso selbstverständlich wie die Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen bezogen auf das gesamte Stadtgebiet. Hier einige Beispiele unserer Kooperationsarbeit:

Kooperation mit :

  • den Grundschulen (Turmschule, Mechtenbergschule)
  • den anderen Tageseinrichtungen in Rotthausen
  • den Tagesmüttern im Stadtteil
  • der städt. Erziehungsberatungsstelle
  • dem DJK TuS Rotthausen 1910
  • dem Gesundheitshaus Gelsenkirchen e.V.
  • der Familienförderung der Stadt Gelsenkirchen
  • dem Allgemeinen Städt. Sozialdienst (ASD)
  • dem Rotthauser Forum
  • der evangelischen Kirchengemeinde Rotthausen


Nähere Erläuterungen zu einzelnen Begrifflichkeiten und Themen finden sie unter Kinder fördern von A – Z.