Unsere pädagogische Arbeit

Unsere pädagogische Arbeit ist durch folgende Beispiele zu verstehen.

„Am liebsten schaukle ich ganz hoch." sagt Niko.
Sooft wie möglich geben wir Kindern Gelegenheit, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Hierzu eignet sich nicht nur unser großes, vielfältig gestaltetes Außengelände gut, sondern auch Ausflüge in den nahegelegenen Stadtgarten.

„Manchmal haben wir im Turnraum eine Baustelle".
Im Turnraum gibt es Materialien, die den Kindern immer zur Verfügung stehen. Während regelmäßiger Turnstunden werden Bewegungsabläufe gezielt gefördert. Auf der Bewegungsbaustelle, die wir wöchentlich anbieten, können Kinder eigene Wünsche umsetzen und selbst bauen.

„Heute war es schön, ich war die Mama, Siah war der Papa und Hannah das Hündchen".
Wir bieten den Kindern Requisiten für Rollenspiele, damit sie Erlebtes verarbeiten können, Rollen erforschen und Verhaltensweisen begreifen. Hier müssen sie aufeinander eingehen, aufeinander achten, ihren Platz in der Gruppe finden und miteinander getroffene Regeln einhalten.

„Am liebsten singe ich das Schweizer-Dorf-Lied.“
Sprachförderung ist Grundlage für die Bildungschancen aller Kinder, deshalb muss sie so früh wie möglich beginnen. Sprache ist mehr als Sprechen. Zu unserem festen Repertoire gehören Lieder, Geschichten, Gespräche, Fingerspiele, Reime, Rollenspiele, Tanzen und Musizieren. Alle Sinne werden angesprochen. Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf unterstützen wir mit gezielten Sprachförderangeboten. Von der "Frühkindlichen Förderung" der Musikschule in unserem Haus können Kinder zusätzlich Gebrauch machen.

„Vorher hab ich phillipi und englisch gesprochen. Jetzt kann ich deutsch, wenn ich groß bin, kann ich türkisch." sagt Isabel.
In unserem Haus ist interkulturelle Erziehung und Bildung Bestandteil der täglichen Arbeit. Dazu gehören auch „Singlish“ für Kinder und Integrationskurse für Eltern, multikulturelle Bücher in unserer Ausleihbücherei, bei Bedarf mehrsprachige Informationen...

„Der Igel wohnt jetzt unter dem Planschbecken."
Bei uns werden die Kinder ermutigt zu entdecken, forschen und handeln. Wir nehmen im wahrsten Sinne des Wortes die Dinge unter die Lupe und Kinder werden nicht müde, z.B. das Wachstum eines Samenkorns zu verfolgen. Sie lernen Achtsamkeit und Wertschätzung der Umwelt. Für alle Vorschulkinder bieten wir wöchentlich unsere „Entdeckungskiste“ an.

„Warum bekommen nur große Künstler Geld?“ fragt Pia.
Beim Malen, Basteln, Gestalten geben wir den Kindern die Möglichkeit, unterschiedlichste Materialien auszuprobieren, Ideen und eigene Vorstellungen umzusetzen und Werkzeuge für sich zu nutzen. Hierbei entwickeln sie Fantasie und Experimentierlust. Ihren originellen Werken bringen wir im Schweizer Dorf große Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegen.

„Früher konnte Aaron nur schlafen oder schreien. Jetzt kann er schon alleine laufen!“ bemerkt Sina.
Bei uns leben „Große“ und „Kleine“ unter einem Dach. Die Jüngeren erfahren die Älteren als Vorbild. Sie können sie beobachten, an ihrem Spiel teilnehmen und erhalten dadurch viele Anregungen. Die Älteren lernen Rücksicht, Hilfsbereitschaft und erproben ihre Fähigkeiten, wenn sie Jüngeren helfen. Im Portfolio (Bildungsdokumentation) hält jedes Kind von Beginn an seine persönliche Entwicklung fest.

„Unsere Martinslaternen zeigen uns den Weg durch den Stadtgarten“ meint Philipp.
Bei der Elternbefragung wurde deutlich, dass unsere Feste einen besonderen Charme haben. Für Alle stellen sie im Jahresablauf wichtige Höhepunkte dar. Durch solche Erlebnisse rücken wir in unserem Haus immer näher zusammen.

„Gestern durfte meine Mama sprechen kommen" erzählt Martin.
Neben regelmäßigen Elterntreffs der Gruppen, gibt es zu aktuellen Themen Infoveranstaltungen für alle. Persönliche Gespräche können jederzeit vereinbart werden. Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist von grundlegender Bedeutung und dient der gemeinsamen Erziehung der Kinder. Wir wünschen uns Eltern als Partner.

„Ali bekommt immer eine Extrawurst" sagt Lea.
Durch die hauseigene Küche sind wir in der Lage bei der Auswahl der Gerichte auf spezielle kulturelle und gesundheitliche Besonderheiten Rücksicht zu nehmen. Wichtig ist uns, die Kinder aktiv beim Zubereiten eines ausgewogenen Essens zu beteiligen, vom Einkauf bis zur Fertigstellung.

„Sarah hat einen Knopf im Ohr."
Unsere Einrichtung hat Platz für bis zu vier entwicklungsverzögerte Kinder. Die Integration sensibilisiert die Sinne für ein verständnisvolles Füreinander. Eine Heilpädagogin und weiteres Fachpersonal kümmert sich um die individuelle Förderung im Kindergartenalltag. Wir pflegen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern, darüber hinaus zu Ärzten, Therapeuten und Praxen.

„Unsere Nachbarn sind Berater" sagt Lisa.
Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie Schulen, Gesundheitsamt, VHS, Haus der Familie, Polizei, Feuerwehr... ist für uns selbstverständlich. Durch die direkte Nachbarschaft zur Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern ergeben sich kurze Wege bei großen oder kleinen Problemen.

 „Schön, dass es auch was für mich gibt!“ freut sich die Mutter von Laura- Marie

Im Schweizer Dorf wurden Mütter schon in den Nachkriegsjahren bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Dieser Leitgedanke wurde über Jahrzehnte weitergetragen und schloss irgendwann die gesamte Familie ein. Heute richten sich zusätzliche Freizeit- und Bildungsangebote selbstverständlich auch an die Bewohner der angrenzenden Stadtteile. Aufgrund der familienfreundlichen Angebote und Dienste sind wir nach Überprüfung berechtigt uns „Familienzentrum NRW“ zu nennen. Die aktuellen Angebote erscheinen vierteljährlich im Kursprogramm.

"Schade, dass wir nicht mehr Platz haben" sagt das Team,
sonst würden wir darauf hinweisen, dass

  • die Elternbefragung zur Qualitätseinschätzung der Einrichtung bei uns einmal jährlich selbstverständlich anonym erfolgt
  • der "Gelsenkirchener Entwicklungsbegleiter" ein Beobachtungsbogen ist, mit dem wir die Entwicklung Ihres Kindes dokumentieren, dazu gibt es zweimal jährlich einen Elternsprechtag
  • die Zusammenarbeit mit den Grundschulen sich nicht nur auf eine Veranstaltung für Eltern der 4-jährigen reduziert, sondern dass wir auch Unterrichtsbesuche mit den Kindern durchführen, an Arbeitskreisen teilnehmen, ...
  • während der Schließungszeiten (die ersten drei Wochen der Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr) bei Bedarf einen Ferienkindergarten im Schweizer Dorf angeboten wird.